Kalt erwischt

Ist es zu fassen? Die erste Yogastunde in der für mich neuen Gruppe endete für mich mit Tränen! Zum Ausklang gab es ein paar Minuten Lachyoga, aber ich konnte gar nicht lachen. Stattdessen stieg in mir eine abscheuliche Traurigkeit hoch.

Das war schon ganz schön unangenehm in einer noch fremden Gruppe gleich am ersten Abend in Tränen auszubrechen.

Vielleicht lag es an der Anspannung des Tages, XY war auf dem Weg zum Yoga und auch währenddessen auch noch extrem negativ und übellaunig. Vielleicht auch an der Anspannung der letzten Wochen wegen des MS-Schubes und allem was da dran hängt (Zukunftsängste, Finanzen, schlechtes Gewissen dem Kleinen Wunder gegenüber, Abhängigkeiten, …). Gründe, gibt es genug. Trotzdem hat es mich eben kalt erwischt.

9 Kommentare zu „Kalt erwischt

    1. Ja, in der Endentspannung sind 50% der Teilnehmer eingeschlafen und haben einen ganz besonderen Schnarch-Song kreiert. Da musste ich ziemlich grinsen und auch ein bisschen kichern. Wäre XY, der neben mir lag, etwas weniger negativ und angesichst der Schnarcher nicht in Hass verfallen – zu Zweit hätten wir ebensogut einen Lachkrampf deshalb kriegen können.

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      1. 😀 Bei „aberziehen“ klingeln meine Alarmglocken. Während wir zusammen gewohnt haben und er getrunken hat, habe ich permanent versucht ihm das „abzuerziehen“. Natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Es fällt ihm wahnsinnig schwer Verantwortung zu übernehmen – auch für sich und sein eigenes Leben. So waren wir ganz schnell in diesem Muster drin, dass ich mich plötzlich in so einer Mama-Rolle wiederfand, ihm vieles abgenommen, an Termine erinnert habe, die Finanzen geregelt etc. Furchtbar! Eine Rolle, von der ich natürlich auch was hatte, aus der ich Gefühle von Stärke gezogen habe – alles nicht schön. Wir haben da wirklich viele Altlasten. Es dagegen von der humorvollen Seite aus zu betrachten ist aber natürlich super. Manchmal gelingt mir das auch. aber oft steigt angesichts deser Negativität auch Wut in mir empor. Er hat so viele Talente und es gibt so viele Menschem die es gut mit ihm meinen, aber er sieht alles mit seiner Opferbrille. Manchmal hilft es mir zu denken „Was würde der Dalai Lama dazu sagen?“ (Die Antwort ist immer: „kichern“) – sollte ich öfter mal dran denken! 😀

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      2. Ich meinte es natürlich humorvoll, die Mamarolle ist ungesund und nicht gut für dich. Bringt ihm auch nichts… ich kann allerdings schwarze pädagogik, wenn du da tipps brauchst, helfe ich gerne, allerdings ist diese verboten! 😀

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  1. Oh je. Ist wahrscheinlich kein Trost, aber ich hab in genau so einer Situation auch schon angefangen zu heulen. Zu sehen, wie die anderen so einfach loslassen konnten, während das bei mir nicht ging / geht … Das ist so etwas, das mich bis heute immer sehr traurig macht.

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