Diesen Tag wird mein Gehirn erinnern und mein Herz lange bewegen

Heute: Von Angst und Liebe, von Zuneigung und Dankbarkeit, von einem Wunder und einem Geschenk und von Gewalt und Wut, Tränen, Panik und von verbogenen Schlüsseln.

Zuerst hatte ich schlecht geschlafen, dann hab ich mich verzettelt und hab meine Angstübung zu spät angefangen, weshalb ich da schon leicht gestresst rein gegangen bin – ungünstig. Dann fragte XY ob ich mit in den Wald kommen möchte, weil ich Waldspaziergänge sehr liebe habe ich meine weiteren Pläne über den Haufen geworfen. Als ich bei ihm ankam, telefonierte er aber noch beruflich. Also bin ich wieder heim und hab erstmal einen Happen gegessen.

Dort schaute ich in den Briefkasten und darin befand sich ein Einschreiben in einem gelben Umschlag mit einer schier unglaublichen Überraschung darin! Anonym gesendet. Wenn die Wohltäterin oder der Wohltäter dies hier liest (ich habe die Vermutung, dass der Brief  mit dem Blog zusammen hängt): Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Hab vielen, vielen Dank! Ich werde das Geschenk mit Bedacht und für mich sinnvoll einsetzen. Alles, was ich dazu schreibe, kommt mir zu klein vor, zu lapidar. Es geht gar nicht nur um den Inhalt des Umschlags, sondern auch um diese sehr wohlwollende Geste. Und es ist nun schon das 2. Geschenk das mich in den letzten Tagen so völlig unerwartet erreicht hat.. Wobei der Inhalt durchaus ebenfalls eine große Bedeutung für mich hat zur Zeit.

Der Tag hätte also als ganz wunderbarer Tag in meine Geschichte eingehen können. Aber es kam anders. Ich fuhr dann also mit XY los, der sehr schlecht drauf war. Nervlich und geistig. Fahrig, unentspannt und wütend. Und dann fuhren wir auf eine Ampel zu, die auf Orange sprang und er gab Gas. Ich sagte noch „Aber Du weißt doch, dass da ein –“ – und da blitzte es schon! Und da XY unter massivem, chronischem Geldmangel leidet und außerdem der Meinung ist, dass daran einzig und allein die bösen Umstände und die ganzen „Arschlöcher“ die ihn so umgeben Schuld sind, und weil er sich ja sowieso schon in den letzten Tagen am Rande des Nervenzusammenbruchs bewegte – rastete er so richtig aus. Er brüllte und schrie und schlug auf die Ablage am Armaturenbrett. Irgendwie schaffte er es noch, das Auto von der stark befahren Straße nach rechts in eine Einfahrt zu bringen. Und dann schlug er den Rückspiegel ab, der durch die Kabine flog und mich um ein Haar getroffen hätte. Ich fing an mich zusammen zu ziehen und zu hyperventilieren, so sehr hab ich mich erschreckt. Und dann bin ich ganz schnell raus aus dem Auto und erst mal ein paar Meter weit weg gelaufen und hab mich dort an einen Zaun gehockt und versucht einigermaßen klar zu kommen. Zwischen mir und XY mit dem Auto lagen Büsche, so dass ich nicht sehen konnte, was er trieb.

Irgendwann bin ich dann wieder hin und wir sind beide ins Auto eingestiegen und er hat mich nach Hause gebracht. Ich hatte Angst vor einem Unfall, denn XY war noch immer aufgebracht und fuhr entsprechend ruppig. Und weil ich weinte und zitterte und nichts sagte, hat er mich auch angemacht. Er lasse sich von mir kein schlechtes Gewissen machen und unsere Beziehung sei sowieso nichts mehr, es habe alles keinen Sinn.

Zu Hause habe ich dann bemerkt, dass meine beiden Haustürschlüssel, die in meiner im Fußraum liegenden Jacke verstaut waren, völlig verbogen sind. Scheinbar ist da wohl der Spiegel drauf geknallt. Anders kann ich es mir nicht erklären. Zum Glück konnte ich meinen Ersatzschlüssel organisieren, denn die Schlüssel ließen sich gar nicht mehr in die Schlösser stecken. Das Nachmachen der Schlüssel hat mich 14 Euro gekostet, was wirklich nicht so ganz leicht zu verschmerzen ist, momentan.

Zum Glück hatte ich heut Abend noch einen Termin bei meinem Aryurveda-Therapeuten, der hat mich energetisch wieder ein bisschen aufgerichtet.

Das war ein bisschen viel für einen einzigen Tag. Die Angstübung am Morgen hat schon sehr viel Energie gekostet.

5 Kommentare zu „Diesen Tag wird mein Gehirn erinnern und mein Herz lange bewegen

  1. Das ist der blödeste Waldausflug, von dem ich je erfahren habe. Das tut mir leid, lief ja völlig schief! Aaaaber – eine Überraschung im Briefkasten ist ja auch etwas sehr besonderes und kann vielleicht ein wenig als Belohnung gelten!?

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