Unbeholfen

… in Liebesdingen. Ich konnte das noch nie, schon in meiner Jugend wusste ich nicht, wie das geht. Ich kann die Zeichen nicht deuten und ich nicht die richtigen Signale senden. Die Ursache dafür liegt vielleicht in Unsicherheit und Angst vor Abweisung.

Ich brauche von der anderen Seite sehr deutliche Signale. Aber es gibt ja Menschen, die ebenfalls eher etwas subtiler und unsicher unterwegs sind – und in der Regel sind das die mir sympathischeren Menschen.

Seitdem wir das Thema neulich so zaghaft angeschnitten haben, sehen wir uns noch viel öfter / haben mehr Kontakt. Klar, oft auch mit den Kindern und die verstehen sich so gut, dass wir dann entspannte Zeit haben. Ausflüge etc. klappen einfach besser, wenn man nicht nur mit einem Kind unterwegs ist, sondern noch einen Freund oder eine Freundin vom Kind dabei hat. Aber das kann doch nicht der einzige Grund dafür sein, so viel Zeit miteinander zu verbringen!?

Mehrere Menschen haben unabhängig voneinander zu mir gesagt, dass T. mich so ansieht. So wie man jemanden nicht anguckt, wenn man nur Freunde sein will. Eine Freundin meinte, dass er sich vielleicht auch einfach nur nicht traut. Aber er hat doch klipp und klar gesagt, dass er die Freundschaft vorzieht. War das wirklich klipp und klar?

Und ich schwanke zwischen:
„Wenn es sein soll, soll es sein … das eilt ja nicht.“,
„Vielleicht braucht er einfach Zeit.“
„Ich renne dem auf keinen Fall hinterher!“
„Man muss die Dinge angehen, so ist es vertane Zeit.“
„Vielleicht lasse ich da eine Chance verstreichen.“
„Ich will jetzt sofort mehr Nähe und werde ihm das sagen!“
„Die Freundschaft ist mir so wichtig, ich will sie nicht aufs Spiel setzen.“
„Meine Gefühle wetrden wieder vergehen sind vielleicht sowieso nur ein Strohfeuer.“
„Wenn Du es nicht probierst, wirst Du es nie wissen.“
„Er mag Dich, will aber auf keinen Fall mehr Nähe, das hat er ja gesagt.“
„Das werde ich respektieren.“
„Willst Du Dein Leben lang Deinen Ängsten nachgeben, trau Dich einfach!“

… etc. …

Ich glaube, ich brauche Rat.

 

 

 

7 Kommentare zu „Unbeholfen

  1. Hm. Rat… Eine gute Freundin fragen… wäre mein Rat.
    Und die Frage ist natürlich: Wie endgültig war seine Ansage? Klar formuliert oder nur interpretiert?
    Und dann ist die Frage: Kannst du sein „Nein“ akzeptieren, ohne ihn zu bedrängen? Was ist, wenn es beim Nein bleibt? Tut dir der Kontakt dann gut oder tut es eigentlich schon weh, weil du unglücklich verliebt bist?
    Weiß er von dir? Manchmal entschärft es auch, wenn man offen redet… Zumindestens ist es ehrlich und sofern du eine echte Freundshaft willst… ist auch da Ehrlichkeit wichtig…
    hm… aber von der Ferne… über den Blog… ein Realkontakt wäre jetzt wirklich das richtige. Eine Freundin, der du vertrauen kannst, dich ehrlich vor ihr zu machen, deine Ängste zeigen und deine Lust, die zuhört, versteht und die gute Fragen stellt, die helfen, dich selbst zu finden….
    Nur Mut! Irgendeiner muss anfangen, sich zu öffnen… irgendeiner läuft vornweg und gibt die Richtung vor.
    Also: Wie soll die Beziehung sein: Vetraut und ehrlich? Oder oberflächlich und verschlossen…
    Das ist eine Grundsatzentscheidung und geht sicher nicht mit allen Menschen… aber es lohnt sich, es zu versuchen…

    So, da war ja fast selbst schon ein kleiner Blogbeitrag 🙂

    Liebe Grüße!!

    Gefällt 3 Personen

    1. Liebe Traumfängerin:), vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Du schreibst gute Dinge, die mich ansprechen. Ich finde es spannend hier darüber zu texten. Ich habe zwar Freundinnen mit denen ich gut sprechen kann, wenn auch selten, weil wir alle kleine Kinder haben, – allerdings brauchte ich in den letzten Jahren so oft Rat auch wegen meinem Ex.
      „Nur Mut! Irgendeiner muss anfangen, sich zu öffnen… irgendeiner läuft vornweg und gibt die Richtung vor.“ Das ist ein schöner Satz, der nachwirkt bei mir. Der Mut fehlt mir noch und auch ist es so, dass ich selbst so furchtbar unentschlossen bin. Oft hab ich zu meinen Gefühlen keinen Zugang und dann weiß ich überhaupt nicht was ich will. Wären da nicht auch noch unsere Kinder, dann wäre es vielleicht einfacher. Aber ich möchte meiner Tochter nicht stetig wechselnde Beziehungskonstellationen zumuten. Ich habe so sehr den Glauben an Beziehungen verloren, dass ich kaum an etwas dauerhaftes glauben kann, – auch von meiner Seite.
      Liebe Grüße, plejade

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      1. Liebe Plejade,

        du hast da wirklich ein spannendes Thema aufgemacht!

        Das mit den Kindern… Ja, das verstehe ich sehr. Es verändert. Perfekte Mutter sein wollen, das Kind nicht verletzen wollen. Immer alles richtig machen. Das Kind nicht enttäuschen,…

        Mit fehlt die Erfahrung, wie es ist, Single in so einem Moment zu sein und ich hoffe, das bleibt vorerst so.
        Was mir aber aufgefallen ist, ist dein eigener Anspruch: „etwas Dauerhaftes“ zu finden. Ich glaube, dass dies den inneren Druck erhöht, den „Richtigen“ zu finden, die „richtige“ Entscheidung zu treffen, ansstatt „einfach mal zu machen“: Auszuprobieren, sich treiben zu lassen und dabei hinzufühlen, wie es ist, ob es gut tut. Das ist doch am Ende entscheidend: Tut es dir gut?
        Und wenn es dir gut tut und du auftankst, egal ob für 1 Stunde, einen Tag, eine Woche, 1 Jahr oder sogar länger… dann profitieren automatisch auch die Kinder. Denn dein Akku ist dann wieder gefüllt: Du kannst mehr geben. Es profitieren also alle.

        Und: Du musst auch keinen Mann gleich bei dir einziehen lassen… Am Anfang ist es eben „ein“ besonderer Freund, falls ihr euch häufiger trefft.

        Und selbst wenn das Gute vorbei sein sollte… dann hattest du eine gute Zeit und dein Kind damit auch. Das ist viel Wert. Und immer, wenn etwas Gutes zu früh zu Ende ist und sei es das Eis deines Kindes am Kaffeetisch, ist es normal, wenn man darüber traurig und vielleicht auch wütend ist. Aber deswegen auf das Eis verzichten? Würde wohl keiner. Frag mal dein Kind… 😉

        Sie es so: Das was geht, geht. Und es ist mehr als nichts. Erwarte nicht so viel von dem Mann, erwarte nicht die Ewigkeit. Denn wieviele Paare, selbst wenn sie verheiratet sind, schaffen es bis ultimo zusammen zu bleiben??!

        Du kannst es also nicht vorher wissen, wenn du es nicht probierst, egal mit wem. Es gibt sowieso nicht DIE richtige Entscheidung unter den MillionenMilliarden Optionen. Es ist ein Pfad und egal wie, du wirst immer etwas dazu bekommen: Erfahrung.
        Und wenn du es nicht probierst, dann hast du das Nein schon akzeptiert.

        Liebe Grüße!

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  2. Oder Mut. Vielleicht mal einen kleinen Schwips, bei dem Du einen Kuss probierst? Dann kannst Du immer noch zurück, wenn er so gar nicht anspringt. Dann war es halt der Alkohol. Und wenn er anspringt – wars Liebe 🙂

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    1. Danke für die Idee. Aber besonders nachdem ich mit einem Alkoholiker zusammen war, kommt sowas für mich nicht in Frage. Ich bin mittlerweile der Meinung, das Rauschmittel in solchen ersten Begegnungen nach Möglichkeit nichts zu suchen haben. Alles Liebe, pleja

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      1. Das kann ich gut verstehen. Aber es geht ja auch ohne Alkohol. Und es gibt ja auch noch den Mut 🙂

        Und maaaaanchmal verirrt sich gerade beim Spazierengehen mit Kindern ja schon mal eine Hand in die andere, und man merkt es erst gar nicht, weil man irgendwie gewohnt ist, mit den Kindern immer Hand in Hand zu laufen, und frau merkte gar nicht, dass die Hand größer war??? Und wenn sich dann die Blicke treffen….ich seh schon, ich führe gerade Regie, aber es ist DEIN Film. Viel Erfolg!

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      2. Hihi, das ist nun so gar nicht mein Ding und T ist auch viel zu distanziert dafür. Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deinem Kopfkino *lach*
        Liebe Grüße an Dich

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