Ich bin nicht unter Dir, ich bin nicht über Dir, ich bin neben Dir

Die Welt braucht mehr Liebe, sagt Arabella von einfaches leben hier und ruft dazu auf, diese Woche Liebeslieder zu posten. Ich kann mich unmöglich auf ein einziges Lied festlegen und poste nun das dritte Liebeslied, dass es in sich hat. Dieser Song von Ton, Steine, Scherben ist auf dem berühmten KEINE MACHT FÜR NIEMAND-Album. Ein wegweisendes und wichtiges Album. Ich mag das Lied wegen des schönen Textes so gern – und weil die Scherben und Rio Reiser einfach toll sind und waren!

3 x dankbar, 18.03.2017

  • Erst um 2 im Bett und trotzdem gut geschlafen, das kenne ich gar nicht mehr von mir
  • Mit dem Kleinen Wunder ein „Rezept“ aus dem Kindergarten nachgekocht. Sie war sehr stolz, mich anleiten zu können, weil ich das „Rezept“ für in Spaghetti gesteckte Würstchenstücke nicht kannte. :`)
  • Im Wohnzimmer getanzt. Mit meiner neuen Platte (Vinyl!!!) noch mal in die guten Gefühle von gestern eingetaucht. „Brenn, brenn meine kleine Flamme“

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Ein Kreis schließt sich

Wie ich gestern Nacht schon geschrieben habe, war ich gestern in Bremen auf einem Konzert. Als der Krankheitsschub Anfang Februar losging, zählte tatsächlich „Oh nein, das Konzert!“ zu meinen ersten Gedanken. Die Karten hatte ich schon länger auf dem Schreibtisch liegen und die Vorfreude war groß.

Als ich 2013 zu Depeche Mode wollte, hatte ich einen Magen-Darm-Virus. Bei Musée Mécanique war das Kleine Wunder krank. Die We Are Scientists Karte, die ich XY zum Geburtstag geschenkt hatte, verfiel, weil er er an dem Tag plötzlich krank war und ich sie vor Ort auch nicht mehr losgeworden bin. Meinem Vater hatte ich zu Weihnachten Karten für Shadowland II geschenkt – an dem Termin im Januar hatte er die Grippe (verpasst hat er aber nichts weltbewegendes. Ich fand die Show sehr enttäuschend, vor allem bei den Ticketpreisen!). Ich habe zum Glück viele solcher Dinge schon vergessen. Es gab in den letzten Jahren sehr viele Vorhaben, die ich kurzfristig absagen musste, weil ich krank war.

Nun hab ich mich zum Glück wieder fit genug gefühlt für unser Vorhaben nach Bremen zu fahren. Da XY ein Auto hat, ging das auch sehr komfortabel. Eine Fahrt mit Zug und Straßenbahnen und mehrmaligem umsteigen wäre zu anstrengend für mich gewesen. Und XY ist für mich die Begleitung, die mir das größtmögliche Sicherheitsgefühl gibt.

Erstaulicherweise hatte ich unter diesen Bedingungen keinerlei Angst im Vorfeld. Bremen ist so schnuckelig, Freunde von mir und Verwandtschaft von XY wohnen dort – ich kann mich dort relativ wohl fühlen, obwohl Reisen in fremde Städte für mich oft kleine Höllentrips sind. Ich habe in der Nacht zuvor supergut geschlafen, hab nicht über Waswärewenns gegrübelt und war nur insofern aufgeregt, als das ich Vorfreude verspürte.

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Sogar als wir im Stau standen: Keine Angst. Keine Beklemmungen.

Wir waren mit XYs Verwandte zuvor noch essen – auch eine Situation (mit mir nicht so bekannten Menschen in einem Restaurant sitzen), die mich schon oft in Panik versetzt hat – ebenso wie Wege in fremden Städten zu Fuß bewältigen zu müssen, vor allem bei Dunkelheit.

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Im Yalla Yalla im Steintorviertel

Als wir später mit dem Auto auf dem Weg durch die Nacht ins Tivoli waren kamen Angstgefühe in mir hoch – alles wirkte so fremd und bedrohlich. Einer Eingebung folgend bat ich XY mit mir zusammen ein paar OM SHIVA Mantren zu singen: Das hat sofort geholfen! 🙂

Die Location war dann auch noch ziemlich klein und noch nicht einmal voll besucht. Für die Band natürlich schade, für mich eine Erleichterung.

Vom Band liefen die ganzen alten und mir wohlbekannten Indie-Grufti-Songs … Anne Clark, Philip Boa, Dead Can Dance, Kate Bush … dazu umwaberte mich die altbekannte Mischung aus Patchouli-Duft und Schwefel-Nebel. Das war ein Trip zurück in meine späte Jugend. Ein schöner Trip zurück in eine Zeit, in der bei mir Aufbruchsstimmung und Freundschaft und Musik und Vanilletee und Räucherstäbchen und liebevolle Gefühle und Melancholie und Fremdartigkeit und erste Lieben und tiefer Schmerz und Gemeinschaftlichkeit mein Leben bestimmten.

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Vorband Bayuk

Punk 20.30 Uhr ging’s los (sowas kenne ich aus Hannover gar nicht mehr). Mit Bayuk präsentierte sich uns eine großartige und sehr passende Vorband, wirklich richtig gut!

Und Klez.e … was soll ich sagen. Düster, schmerzvoll, politisch, sehend, berührend und bewegend. Ich musste tanzen und weinen und lachen und da sein. Meine müden Beine sind zum Leben erwacht, die Fatigue hat sich schlafen gelegt und meine Seele zog sehnsuchtsvolle Kreise.

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Klez.e

Als ich den Bandmitgliedern hinterher erzählt habe, wie großartig ich ihre Konzerte fand, hat mir Klez.e Sänger Tobias Siebert auch noch angeboten mir einen Gästelistenplatz zu geben für das morgige Konzert in Celle. Glücksgefühl!

❤ ❤ ❤

Nachtrag: Ich bin so unglaublich dankbar, dass mein Körper sich schon wieder so gut erholt hat. Meine Beine tragen mich noch immer. Das ich tanzen kann! Das mir heute mein volles Teeglas mal so eben aus der Hand glitt, weil meine Nerven wohl manchmal nicht merken, wie fest ich zupacken muss … was soll’s? Ich war müde, hatte zu wenig Schlaf auf der Mütze. Dafür. Kann. Ich. Gehen. Und. tanzen. Und. Hüpfen!

Willkommen in meiner Wunderwelt

Ich wundere mich jeden Tag. Eigentlich habe ich mich schon immer irgendwie anders gefühlt. Aber vielleicht fühlt sich jeder Mensch anders. Mit diesem Text nehme an einer Blogparade teil. Danke Andrea für die Anregungen! http://www.at-buecher.de/%C3%BCber-mich/ich-bin-anders/

 

Ich bin Synästhetikerin –

das äußert sich in meinem Fall so, dass ich Worte, Buchstaben, Geräusche, Musik, Düfte, taktile Empfindungen, Geschmack, ja: sogar Gefühle gleichzeitig auch visuell wahrnehme. Egal welcher Sinn also angesprochen wird, es wird zugleich auch ein visueller Reiz in meinem Gehirn ausgelöst. Alle meine Sinne sind damit verknüpft. Die Bilder, die ich sehe, sehe ich natürlich nicht wirklich. Es sind auch keine Halluzinationen, ich sehe sie wie auf einer Art innerer Leinwand – aber auch das trifft es nicht. Ich sehe sie und das ist einfach so. Ich kann mir eine Erlebniswelt ohne das kaum vorstellen, es wäre wie eine Art Blindheit für mich. Da sowohl mein Bruder, als auch meine Mutter ebenfalls Synästhetiker sind, hielt ich das anfangs für völlig normal. Irgendwann wurde mir aber klar, dass die wenigsten Menschen so visuell hören, sehen, schmecken, riechen, fühlen … und dann habe ich gemerkt, dass es besser ist, nicht darüber zu sprechen. In den 80ern fanden das die meisten Leute nämlich seltsam oder hielten das für ausgedachten Nonsens meinerseits.

 

Hochsensibel bin ich auch.

Das weiß ich erst seit ein paar Jahren. Ich wusste natürlich schon immer, dass ich besonders sensibel bin, aber dass es dafür auch eine Bezeichnung gibt, das wusste ich nicht. Meine Sinne sind schnell überreizt, es ist mir schnell zu laut, zu hell, zu viel. Zu viel von allem. Neugierig und interessiert war ich schon immer an vielem – aber das überlastet mich leider oft, da mein Nervensystem von all den äußeren Einflüssen und Empfindungen die sie mit sich bringen, gern ein bisschen durchdreht. Dann pfeifen die Ohren, es flimmert vor den Augen, mein Herz fängt an zu rasen, ich bin müde und wach.

 

Seit meiner Kindheit leide ich an Ängsten, Panikstörung und Agoraphobie.

Vieles, dass für die meisten Menschen ganz normal ist, habe ich noch nie gemacht. Ich habe noch nie allein in einem Hotel übernachtet. Ich war noch nie alleine in einem großen Kaufhaus. Ich bin noch nie allein gereist. Manches konnte ich phasenweise und dann wieder nicht. So konnte ich eine zeitlang bestimmte Strecken allein mit dem Zug fahren oder innerhalb der Stadt ein bisschen mit dem Auto fahren. Auch konnte ich früher einmal Taxi fahren (gewisse Entfernungen). Dafür gab es auch Zeiten, in denen ich Angst hatte, das Haus überhaupt zu verlassen oder zu meinem Briefkasten zu gehen. Ja, es gab sogar eine Zeit in der ich Herzrasen bekam, wenn ich in der eigenen Wohnung das Zimmer wechselte.
Heute kann ich kleine Spaziergänge alleine machen, ich kann allein einkaufen gehen und zu meiner Arbeit fahren. Was ich nicht kann ist in die Innenstadt zu gehen oder alleine meine Freunde in anderen Stadtteilen oder gar Städten besuchen.

 

Seit 4 Jahren habe ich nun auch noch eine diagnostizierte Multiple Sklerose.

Das bedeutet, dass manche Nerven nicht mehr richtig funktionieren. So fühlen sich meine Fußsohlen seit kurzem seltsam taub an. Wenn ich den Kopf beuge, habe ich das Gefühl einen Stromstoß im Steißbereich zu bekommen. Im Schub hatte ich mal die Situation, dass sich beim Duschen das Wasser auf der rechten Körperhälfte warm, links aber kalt anfühlte.

 

Ich mache vieles, interessiere mich für vieles. Aber ich mache es so, wie ich es für mich für richtig halte.

Ich esse vegetarisch, ich esse vegan – aber nicht immer. Im Winter esse ich manchmal Fleisch. Ich mache Yoga, aber würde mich nicht als Yogini bezeichnen. In einer Gruppe von Leuten, die sich für einen bestimmten Musikstil begeistern, würde ich aus dem Rahmen fallen, weil ich mich auch für völlig andere Musikstile begeistere. So zieht sich das durch mein Tun, mein Schaffen, mein Fühlen, mein Leben.

Oft ecke ich an. Weil ich mir eine eigene Meinung bilde oder mich traue, keine richtige Meinung zu haben, weil mir die Welt manchmal viel zu komplex ist. Ich denke selbst. Meine Neurologin z.B. findet es furchtbar, dass ich die von ihr empfohlenen Medikamente nicht nehme. Aber ich weiß für mich ist das nicht der richtige Weg zur Zeit.

Ich bin 41 und fahre manchmal Skateboard (ohne es zu können). Ich gehe mit meinem eigenen Beutel zum Bäcker, damit keine Papiertüte im Müll landet. Ich bin finanziell arm, aber ich leiste mir eine Putzhilfe – obwohl es verpönt ist. Ich bin Feministin. Ich erziehe mein Kind nicht, fühle  mich aber überhaupt nicht als Teil der unerzogen-Bewegung und ich betreibe auch kein Attachment Parenting. Ich mache wie immer mein eigenes Ding, so, wie es sich für mich und mein Kind am Besten anfühlt und klug erscheint.
Ich bin vieles und ich bin nichts was in eine Schublade passt.

Das hat mich schon oft in meinem Leben verzweifeln lassen, ich hätte gern mal irgendwo dazu gehört.

Irgendwo ankommen, zu Hause sein.

Ich finde es schon unangenehm das alles hier zu schreiben, ich möchte eigentlich gar nichts besonderes sein und jede*r Mensch ist doch etwas besonderes. Aber doch finde ich in den letzten Jahren immer mehr auf einen Weg mich selbst so zu akzeptieren wie ich bin.
Vieles, von dem, was ich oben schrieb habe ich nach außen verborgen oder tue es noch. Meine Sensibilität und Verletzlichkeit, auch die Angst, verstecke ich unter einem Stahlmantel aus Kühle und Kühnheit. Ich gelte als tough. Ich überlege gut, wem ich meine Emotionen zeige. Ich kann mich gut beherrschen. Innerlich zitternd. Sogar auf Bühnen stand ich schon mit Panikattacken die in mir tobten –und keiner konnte es wahrnehmen – ich wirkte sicher. ich kann im Kino zu Tränen gerührt sein und lautlos weinen und wenn das Licht angeht, sitze ich mit versteinertem Gesicht da und schiebe Ironie vor mich.
Sehr oft ärgere ich mich über mich selbst, dass ich mich wieder nicht gezeigt habe. Oft geht in Situationen eine Tür zu und schließt für mich selbst die Emotionen ein. Erst wenn ich allein bin, kann ich wieder fühlen. Das gilt für „negative“, aber auch für positive Emotionen.
Aber ich übe. Ich lerne. Und ich merke es zumindest schon manches Mal, auch wenn ich es noch nicht ändern kann.

Je älter ich werde, desto empathischer und toleranter werde ich gleichzeitig. Ich kann mich mit mehr Milde betrachten, aber auch und besonders andere. Ich be- und verurteile weniger. Und tatsächlich habe ich, glaube ich, schon vielen Menschen Mut gemacht sich selbst besser zu akzeptieren. In der Theorie weiß ich gut, wie das geht. Denn ich habe mich schon so viel damit beschäftigt.

Und getan hat sich bei auch was. So finde ich mich seit ein paar Jahren schön, wirklich schön! 37 Jahre meines Lebens fand ich mich häßlich. Aber das ist nochmal ein anderes Kapitel …

Wie alles begann – Agoraphobie und andere Ängste, Teil 3

Meine erste bewusst als solche erlebte Panikattacke im Alter von 13 Jahren und wie es danach weiter ging habe ich in Teil 1 und 2 beschrieben. Die Angst begleitet mich von Kindesbeinen an, erst diffus, als übergroße Schüchternheit im Vorschulalter, nächtliche Ängste, Trennungs- und Schulangst, Emetophobie (Angst vor dem Erbrechen) im Grundschulalter und schließlich Panik und Agoraphobie ab der Pubertät.

Als ich in die Oberstufe kam, wurden die Karten neu gemischt. Meine ehemals beste Freundin verließ die Schule und ich verlor den Kontakt zu ihr. Es gab keine Klassen mehr, sondern nur noch eine ganze Jahrgangsstufe und dadurch, dass ich nicht auf der Jahrgangsstufenfahrt dabei war (siehe Teil 2) hatte ich keinen richtigen Anschluss an alle neu gebildeten Gruppen. Das einzige Mädchen, dem ich mich noch verbunden fühlte verbrachte ein Halbjahr im Internat in England.

Ich verschloss mich. Ich wurde zum Automaten. Ich ging zur Schule, jeden Tag. Es gab viele Tage, an denen ich mit niemandem sprach. Kein Wort. Ehemals eine gute bis sehr gute, aufgeweckte und interessierte Schülerin flossen die Schulstunden qualvoll wabernd an mir vorbei. Nebel. Es wurde Herbst, dann Winter.

„Wie war’s?“ fragte meine Mutter jeden Tag, die immer gleiche Antwort quälte sich unter meiner bleischweren Zunge hervor: „Super, wie immer.“ Ich war müde. In den Pausen versteckte ich mich manchmal in leeren Klassenräumen oder in Bereichen auf dem Pausenhof, wo sich kaum ein Oberstufenschüler rumtrieb. Ich wollte nicht sprechen. Mein Rücken tat weh. Dunkelheit umzog mich in einem immer enger werdendem Mantel.

Irgendwann am Jahresanfang kehrte meine Freundin C verfrüht aus England zurück. Ebenfalls depressiv und ausgeschlossen. Bei unserem ersten Telefonat wollte sie wissen, was alles passiert war, was die anderen so machen, wie es in der Schule läuft. Das war der Moment, in dem ich zum ersten Mal ehrlich über meine Gefühle sprach. „Ich weiß nicht, C. Ich rede mit niemandem. Ich fühle mich schrecklich und ich hasse sie alle.“ C lachte und lachte und lachte und schließlich musste ich auch lachen.

Nach ihren ersten Tagen zurück in der Schule sagte sie: „Plejade, ich weiß jetzt, was Du meintest. Es ist furchtbar hier. Die anderen nerven nur, sind lächerlich, dumm oder “

Im März kaufte ich mir das neue Album von den Charlatans.

http://videos.sapo.pt/agVNNvBAF839UoqHdjVh

Gefühlt hat mir dieses Album das Leben gerettet. Die gelben Bananen auf dem Cover. Das Gefühl cool zu sein. Ich war die erste, die das Album hatte, importiert aus England. Außer mir gab es nur ein weiteres Mädchen (L in die ich nahezu verliebt war <3), das so coole Musik hörte. Und C. dann auch noch. Ich fühle mich besser. Ich war anders als die anderen, aber da draußen gab es Leute, die auch anders waren. Die den ganzen oberflächlichen Jugendlichen-Mist nicht mochten. Die Ernsthaftigkeit bevorzugten. Nachdenkliche Menschen. 120 Minutes auf MTV war meine Rettung und mein Lebenselixier! Mit dem Bananen-Cover von „Between 10th ans 11th“ ging die Sonne für mich auf. Ich erwachte mit dem Frühling zu neuem Leben.

Und dann kam die Angst mit voller Wucht zurück.

Teil 1

Teil 2

Ich wollte immer schon allen gefallen

❤ Eine Lieblingsband. Ein Lieblingslied. Höre mich da sprechen. Leider ist die Qualität nicht so toll.

http://www.laut.de/Die-Hoechste-Eisenbahn/Songs/Allen-Gefallen-617911

Die Höchste Eisenbahn – Allen gefallen

Ich wollte immer jemanden
Der mich zu jemanden macht
Ein ruhiger Mensch, der sich vergisst wenn er lacht
Und ich wollt‘ immer schon leicht sein
Und rhythmisch aufgeräumt
Jemand der immer schon da ist
Jemand der immer schon da ist

Ich sag‘ die Dinge die du sagst und
Ich mag die Dinge die du magst und
Ich hab‘ Lachen gelernt
Seitdem lache ich gerne

Ich lauf‘ das Tempo, das du läufst und
Ich hör‘ die Lieder die du spielst und
Ich verliere mich gern
Hab‘ nur nicht bleiben gelernt

Ich wollte immer schon allen, allen gefallen
Ich wollte immer schon allen, allen gefallen

Sei nicht immer so hart
Ich war pünktlich, nur am falschen Tag
Und bitte sei nicht immer so schnell
Dein Blick ist dunkel, deine Worte sind hell:
Du sagst: „Ich denk‘ noch mal drüber nach und
Komm‘ gut heim und bitte schlaf‘ gut
Ich kenne diese Angst, dass dich niemand lieben wird
für das was du nicht sagen kannst.“

Ich wollte immer schon allen, allen gefallen
Ich wollte immer schon allen, allen gefallen, allen gefallen

(Oh, Allen gefallen)
(Oh, Allen gefallen)

Ich lauf‘ das Tempo, das du läufst und
Ich hör‘ die Lieder die du spielst und
Ich verliere mich gern
Hab‘ nicht bleiben gelernt

Alles was groß ist im Leben ist alles was niemand verschenkt
Liegt bei mir ‚rum im Garten, wenn ihr mich liebt könnt ihr’s haben
Ich stürz‘ mich rückwärts vom Berg und mach für was ihr wollt Werbung
Ich würd‘ alles bereuen, wenn ihr nur sagt das ich soll
Alles was niemand verlangt, ich zahl‘ es mit meiner Angst
Dass sich niemand drum schert und ich renn‘ hinterher
Ich dreh‘ mich um, ich seh‘ dich mit deinem blassen Gesicht
An deinem blassen Gesicht erkenn‘ ich dich
Erkennst du mich?
An meinem blassen Gesicht?

(Oh, Allen gefallen)
(Oh, Allen gefallen, Allen gefallen)

(Oh, oh)
(Oh, oh)