DIE MAGIE EINER AUFSTELLUNG. Oder wie ich erst nichts verleihen wollte, dann gerne geben mochte und zu guter Letzt gar keine Notwendigkeit bestand

Heute wollte XY sich Geld von mir leihen. Eigentlich hatte ich beschlossen, ihm nie wieder etwas zu leihen. Also weder Geld noch sonst irgendwas. Denn allzuoft musste ich den Dingen dann hinterrennen und galt dabei noch als „spießig“ oder „Krämerseele“. Ich beginne gerade erst zu begreifen, dass auch dieser Teil der Geschichte ein Puzzlestück im Leben eines Menschen mit Suchtproblematik ist.

Da das Thema gerade akut war, hab ich es in der Ergotherapie bearbeitet. Wir haben Aufstellungsarbeit gemacht und das war sehr hilfreich. Eine Stunde Ergotherapie und so viele Einblicke. In mir ist ein Gefühl von Zufriedenheit und Stolz.

Die erste Überraschung war für mich, welchen Gegenstand ich mir als Symbol für mich ausgesucht habe: eine brennende Kerze in einem Papierstern. So schön. So eine schöne Vorstellung von mir. Voller Licht und Wärme, in sich ruhend, bewegt und strahlend schön.

Die Fragestellung ob ich ihm das Geld leihen sollte: ja oder nein. Im Grunde erwartete ich eine Bestärkung im Nein-sagen.

Was aber für mich dabei rauskam, war: Ich möchte das Geld gerne leihen, aber nicht als große Gönnerin, die sich dann toll fühlen kann und die diese Entscheidung alleine trifft und die Verantwortung dafür übernimmt. Sondern als Freundin auf Augenhöhe. Zuerst standen dort zwei Symbole auf dem Tisch: ich und das Geld (was dann aber auch gleich zur Symbolfigur von XY wurde – ein kleine Piratenfigur, die mit einem Fuß auf einer Schatzkiste stand), dann gab es Barrieren und es gesellten sich Berater dazu. Außerdem ein Löwe, der als heimlicher Gewinn dieser Situation inter mir stand. Das sah zwischendurch ziemlich unausgewogen aus. Ich riesengroß und hell mit einer Schar Berater (die Barrieren und auch der heimliche Gewinn hatten sich in Berater verwandelt und einen konsprativen Kreis gebildet) um mich. Dem gegenüber XY allein und klein. Da wurde mir klar, was für ein grausames Bild das ist, das ich da mit mir heraum trage.

So bekam XY ein Pferd und wuchs damit, die Figur stand ziemlich wackelig, aber mit viel Geduld stand sie dort auf dem Pferd – wie passend. Er bekam eine Schar Berater an die Seite gestellt und zu guter Letzt noch ein großes strahlendes Glas-Kristall als Ressource.

Meine Lösung: Ja, ich leihe ihm das Geld, möchte aber meinen Monitor und meinen Notenständer zurück haben, die schon ewig bei ihm sind. Und ich möchte mit ihm gemeinsam überlegen, was er mir als Pfand überlassen kann, bis ich das Geld zurück habe.

Der Clou: Er hatte in der Zwischenzeit eine andere, sehr einfache Lösung für das Problem gefunden. Nämlich Ratenzahlung.

Wow!

 

Tag ohne Farben

Traurig, sehr traurig ins Bett gegangen, unruhig geschlafen, deprimiert aufgewacht. Froh, heute meine monatliche Therapiestunde zu haben und dann war es so zäh. Die Therapeutin meinte irgendwann, sie hätte jetzt Watte im Kopf. Hatte ich schon vorher. Und hinterher. Und jetzt.

Und neben mir liegt eine Packung Antidepressiva, die mir der Schmerztherapeut, neben Ergotherapie, am Montag verschrieben hat. Heute erst hab ich das Rezept eingelöst. Unentschlossen. Ich hatte darauf gehofft, dass er mir was verschreibt. Und nun überwiegt die Angst vor Nebenwirkungen. Was, wenn alles nur noch schlimmer wird? Panikattacken und Unruhe als Nebenwirkung. Dankeschön. Absetzsyndrom. Toll. Schaffe ich es nicht doch besser ohne Medikamente? Wird mein Körper es mir nicht viel eher danken, wenn ich es ohne hinkriege? Das Gefühl von Depersonalisation, das ebenfalls als Nebenwirkung auftreten kann, kenne ich doch nur zu gut, es ist einer meiner schlimmsten Angsttrigger. Blutungsneigung, Übelkeit, Erbrechen (Ey, ich habe eine Emetophobie! Also Angst vor dem Erbrechen). Schlimmer gehts auch noch. Aber das ist dann nur selten der Fall.

Aber es soll langfristig gegen die Schmerzen helfen, gegen dieses lähmende Gefühl der Depression, gegen Angstgefühle. Das wäre ja ein Traum! Lande ich damit im Paradies der Leichtigkeit? Unwahrscheinlich. Aber ein bisschen mehr Licht wäre schon gut.

Ich fühle mich gerade jetzt überhaupt gar nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen. Es ist schon schwer genug, zu entscheiden, was ich Morgens anziehe, damit ich mich einigermaßen wohl fühle.

Ich vermisse T. Würde ihn gerne anrufen und mit ihm darüber sprechen. Aber da er sich nicht meldet, lasse ich es auch. Ich kenne das Gefühl, wenn jemand Gefühle für mich hat, die ich nicht habe. Das kann auch leicht mal nerven,

Tag 1 | Gewohnheiten ändern, Ziele erreichen. Ich stelle mich meinen Ängsten

Ich teste einen neuen Onlinekurs, in dem es darum geht seine Gewohnheiten zu ändern. Lies hier mein Ziel und den Beginn. Achtung: Des ist nicht zu verwechseln mit Angstübungen, die im Rahmen einer Konfrontationstherapie stattfinden!

Montag, 27.03., 11–13 Uhr, 1. Aktion
Ich gehe zu Fuß zum Café Ko., trinke dort einen Cappuccino und lese die Tageszeitung bis die Angst auf einer Skala von 1–10 auf ein Level unter 3 gesunken ist.

Belohnung: ist bereits inbegriffen (in „Ruhe“ Cappuccino trinken und Zeitung lesen). Außerdem werde ich danach essen und dann ruhen.

Wie ist es gelaufen?

Ich bin erst um 11.30 Uhr gestartet, weil mich die Zeitumstellung mal wieder aus der (Schlaf-)Bahn geworfen hat. Auf dem Weg traf ich dann erstmal T mit dem ich ein bisschen gequatscht habe. Das hat mein Angstlevel, der vorher bei 7 war runter gedimmt. (Das ist eine Art von Ablenkung gewesen, die ich mir bei einer „echten“ therapeutischen Angst-Konfrontation hätte verkneifen müssen.

Kurz vor dem Café Ko sah ich dann, dass J in einem weiteren Café Schicht hatte und hab mit der dann auch noch eine Runde gequatscht. Im Café Ko. angekommen war meine Angst bei 5, sank aber innerhalb von 10 Minuten auf 2. Dann hatte ich die Idee noch einmal um die Ecke zu meinem Büro zu gehen um da Post abzuholen. Dieses um die Ecke gehen ist eine größere Hürde für mich gewesen, Angst ist sowas von irrational! Da ich nun aber unbedingt Arbeitsmaterial holen wollte, bin ich durch die Angst, die wieder bei 7 war, gegangen. Auch das habe ich also geschafft. Auf dem Rückweg hatte ich dann keine Angst mehr.

Eigentlich wollte ich dann ja in Ruhe essen und ein bisschen liegen. Aber XY fragte, ob ich mit in den Wald möchte und das fand ich auch eine tolle Belohnung. Deshalb hab ich dann nur was auf die Schnelle gegessen und mir noch Brote geschmiert. Leider ist der Ausflug dann total in die Hose gegangen und hatte eher den Charakter einer Bestrafung als den einer Belohnung.

Ich lasse mich nicht unterkriegen. Morgen geht’s weiter!

Dienstag, 28.03., 11–13 Uhr, 2. Aktion
Ich fahre mit dem Rad zum Ch. und weiter bis zum halben Weg zum Laden „O3“. Dort halte ich mich auf, bis die Angst auf ein Level unter 3 gesunken ist.

Belohnung: Mittagessen auf Sonnenbalkon und anschließend 1/2 Stunde schlafen.

Mein Therapieweg, Station 1

In dieser Reihe beschreibe ich nach und nach all die Therapien die ich versucht habe um meiner Agoraphobie zu entwachsen.

1992–irgendwann 1993

Therapie bei einem Neurologen. Bestand aus 3 x die Woche Biofeedback und 1 x im Monat Gespräch bei ihm. Ob das so stimmt, weiß ich nicht mehr. Vielleicht waren es auch 5 x die Woche Biofeedback und alle 14 Tage Gespräch? Ich kann mich ganz gut daran erinnern, wie ich – irgendwann tatsächlich sehr entspannt – unter dem Biofeedbackgerät lag. An Gespräche kann ich mich nur dunkel erinnern, an zwei, drei Fetzen.

Es war kurz vor den Herbstferien, ich schaffte es nicht mehr in die Schule. Ich muss meiner Mutter dann wohl gestanden haben, dass mir nicht wirklich Morgens schlecht war, sondern ich nur nackte Angst spürte. Aber auch daran habe ich keine Erinnerung. Ich weiß nur noch, wie ich Morgens mal in der Küche stand, die Angst mein Herz zu einer vibrierenden Wäschetrommel machte und die Fußbodenkacheln auf mich zukamen. Und dann sagte. „Ich kann heute nicht in die Schule, mir ist so schlecht.“

Die Praxis war dunkel, die Möbel aus dunklem, schweren Holz. Der Neurologe saß hinter einem riesigen Schreibtisch mit Lederbezug. Weit weg von mir und viel höher hinter seiner Schreibtisch-Barriere. Es gibt eine schwammige Erinnerung daran, dass ich mich ausziehen musste und er die übliche neurologische Untersuchung mit mir machte. Ich war voller Scham nackt vor diesem alten Mann zu stehen. Ich war voller Angst, dass er etwas gravierendes heraus finden könnte – ich verrückt sei.

In der ersten Stunde war meine Mutter dabei. Es ging darum, dass Klausurphase war und ich mich nicht in der Lage sah überhaupt einen Fuß in die Schule zu setzen oder den Weg dorthin zu bewältige. Geschweige denn eine Klausur zu schreiben! Ich weiß noch sehr gut, dass der Arzt meinte, wenn ich nicht zur Schule ginge, müsste er mich in eine Klinik einweisen. Bämm! Das saß! Dieser Satz war meine große und einzige Motivitation wie auch immer die Schule zu besuchen. Klinik? Das! War! Meine! Größte! Angst! Darum ging es ja. Ich hatte Angst davor in der Klapse (das Wort passt zu dem, was ich mir damals darunter vorstellte) zu landen: Fixierung, Elektroschocks, Medikamente, Wesensveränderung …

Er verschrieb mir ein Anti-Depressivum, dass ich fortan sehr gewissenhaft einnahm. Er sagte, ich solle jeden Morgen Wechselduschen machen und 100x Seilspringen, was ich fortan jeden Morgen gewissenhaft tat. Ich wollte nur, dass diese Angst, diese grausame Panik verschwand und nie wieder auftauchte. Und er gab mir einen Tranquilizer, den ich 1x in den Herbstferien ausprobieren sollte und wenn ich ihn vertrug dann für meine Englischklausur nehmen sollte.

Tatsächlich weiß ich nicht, wie ich die riesige Tablette dann eines Morgens nach den Ferien schluckte. Meine Mutter fuhr mich kurz vor dem Klausurtermin direkt zur Schule, wartete zwei Stunden im Auto und dann fuhr sie mich wieder nach Hause. Heute frage ich mich, ob der Tranquilizer in Wirklichkeit ein Placebo war, wenn ich hatte ANGST. Ich schrieb die Klausur in nicht endender Panik, einzig und allein angetrieben durch den Gedanken NICHT in eine Klinik zu wollen. Mit trockener Kehle, kaltschweißig, bebend, zwei Stunden Herzrasen.

In einer späteren Stunde riet der Arzt mir, mal alleine ins Kino zu gehen. ???? Ich konnte ja noch nicht mal in Begleitung ins Kino gehen. Ich konnte nicht alleine zu diesem gehen, der seine Praxis nur eine Straße von unserer Wohnung entfernt hatte. Und schon gar nicht konnte ich mit dem Fahrstuhl hoch in die Praxis fahren. Aber all das erzählte ich dem Arzt gar nicht. Ich hatte keinerlei Vertrauen und er vermittelte mir auch kein Interesse an mir.

Um nicht zu viel vorweg zu nehmen: Das Biofeedback half irgendwann tatsächlich temporär. Und damit endete die „Therapie“

1996

War ich 3, 4 x bei einem tiefenpsychologisch arbeitenden Therapeuten

1996

Ging ich regelmäßig zur Frau meines damaligen Hausarztes. Sie war Maltherapeutin, malte aber nicht mir, sondern sprach mit mir und verordnete mir Bachblüten

1996–2003

konsultierte ich wegen meiner Ängste eine Homöopathin

1997

begann ich eine Therapie bei einem Verhaltenstherapeuten, die er 1998 irgendwann abbrach, weil er nicht mehr in unserer Stadt praktizierte

Ende 2000–Anfang 2004(?)

Gesprächstherapie bei einer Psychologin

Oktober–Dezember 2001

Psychosomatische Reha in Bad Salzuflen, 8 Wochen

Ende 2004–2006

Hypnosetherapie und tiefenpsychologisch angehauchte Gespräche bei einer Therapeutin für Heilkunde & Psychotherapie

2008–Mitte 2010

Verhaltentherapie bei einem Psychologen

Mitte 2012–heute

Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Traumatherapie mit EMDR

Oktober 2012–Januar2013

Psychosomatische Reha in einer Tagesklinik, 13 Wochen

Mein Therapieweg

Da lag ich neulich nachts wach und mir kam in den Sinn, wieviel Therapie ich schon hinter mir habe. Das ist es wert, mal fest gehalten zu werden. Auch wenn ich die genauen Daten nicht weiß habe ich versucht es so gut wie möglich zu rekonstruieren. Ich werde nach und nach Artikel zu den einzelnen Stationen schreiben.

1992–irgendwann 1993

Therapie bei einem Neurologen

1996

War ich 3, 4 x bei einem tiefenpsychogisch arbeitenden Therapeuten

1996

Ging ich regelmäßig zur Frau meines damaligen Hausarztes. Sie war Maltherapeutin, malte aber nicht mir, sondern sprach mit mir und verordnete mir Bachblüten

1996–2003

konsultierte ich wegen meiner Ängste eine Homöopathin

1997

begann ich eine Therapie bei einem Verhaltenstherapeuten, die er 1998 irgendwann abbrach, weil er nicht mehr in unserer Stadt praktizierte

Ende 2000–Anfang 2004(?)

Gesprächstherapie bei einer Psychologin

Oktober–Dezember 2001

Psychosomatische Reha in Bad Salzuflen, 8 Wochen

Ende 2004–2006

Hypnosetherapie und tiefenpsycholgisch angehauchte Gespräche bei einer Therapeutin für Heilkunde & Psychotherapie

2008–Mitte 2010

Verhaltentherapie bei einem Psychologen

Mitte 2012–heute

Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Traumatherapie mit EMDR

Oktober 2012–Januar2013

Psychosomatische Reha in einer Tagesklink, 13 Wochen

3 x dankbar, 16.03.2017

  • So schön entspannt nach der Massage und Behandlung bei meinem Ayurveda-Therapeuten
  • So ein wunderschöner Frühlingstag und auf dem Balkon die Sonne ins Gesicht scheinen lassen! 🙂
  • T hat mir schon einige Sachen repariert und heute konnte ich ihm auch mal helfen. Habe etwas eingekauft, weil er zu Hause mit krankem Kind eingesperrt war.

 

Versprochen

Ich hatte es elefantenblau versprochen: Ich wollte noch erzählen, wie mein Friseurinnenbesuch vorletzte Woche abgelaufen ist. Ich will das jetzt endlich nachholen. Warum habe ich dafür so lange gebraucht. Weil ich geloost habe. Weil ich mein typisches Vermeidungsverhalten an den Tag gelegt habe.

Aber der Reihe nach: Als der Termin vereinbart wurde, fühlte ich mich noch ganz gut, hatte noch keinen akuten MS-Schub. Meine Freundin A. und ich haben uns angewöhnt gemeinsam zur Friseurin zu gehen, um uns wenigstens dort mal zu treffen und zu quatschen. Und weil ich mich einfach nicht traue allein zu gehen. Ich möchte aber eigentlich auch üben, dort wieder allein hingehen zu können. Früher bin ich ein paar Jahre immer mit dem Auto hingefahren und habe direkt davor geparkt. Ich muss dazu sagen, dass der Laden im gleichen Stadtteil ist in dem ich wohne. Also nicht wirklich weit weg, mit dem Rad so fünf Minuten.

Der Termin neulich war so geplant, dass A. um 13 Uhr dran sein sollte und dann auch bald gehen würde, damit sie ihr Kind aus dem Kindergarten holen kann. Mein eigener Termin war um 14 Uhr. Ich wollte eigentlich von der Arbeit (mein Büro liegt so ungefähr auf halber Strecke zwischen meiner Wohnung und dem Friseurladen) kurz nach 13 Uhr allein dort hin fahren und dann auch eine bisschen ohne A. da bleiben, weil diese ja schon gegen 14.30 los musste.

Nun war ich aber ja gar nicht auf der Arbeit und hätte direkt von zu Hause fahren müssen (aus selbst für mich nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen sehr viel schwieriger für mich). Und ich fühlte mich übernächtigt. Und erschöpft vom Schub. Und gucken konnte ich auch nicht richtig, was mich sowieso die ganze Zeit in die Angst getriggert hat, weil alles so surreal wirkte dadurch.

Kapitulation.

Ich rief A. an und bat sie mich abzuholen und sagte ihr, dass ich mich so gar nicht nach Konfrontation fühle und dann mit ihr zusammen den Laden verlassen werde. Immerhin das.

Bisher hab ich in solchen Situationen selbst meine liebste A. (selbst Sozialpädagogin und in einer Beratungsstelle tätig) einfach angelogen vor lauter Scham. Sie weiß seit Jahren über meine Phobie Bescheid. Und trotzdem kann ich oft selbst ihr gegenüber nicht offen damit umgehen.

Der Friseurin gegenüber sagte ich, das ich noch arbeiten müsste und deshalb schon um 14.30 los muss. Ergebnis: Für  mein Haar blieb nur eine halbe Stunde Zeit und das fand ich schon schade, weil ich eigentlich Lust auf was Neues gehabt hätte.

So schränkt die Angst mein Leben ein. Massiv und nach außen hin kaum sichtbar.

 

3 x dankbar, 14.03.2017

  • U-Bahn-Fahrt mit Panikattacke überlebt. Ohne zu sterben, durchzudrehen, umzukippen oder in Bewegungslosigkeit zu erstarren 😀
  • In der heutigen Therapiestunde eine sehr wichtige Anregung erhalten. Ich werde mich direkt in den nächsten Tagen drum kümmern.
  • Auf einen leckeren Burrito eingeladen worden und ihn draußen in der Frühlingssonne verzehrt.

Gewohnheiten ändern, Ziele erreichen

Ich habe das Glück einen noch nicht veröffentlichten Online-Kurs testen zu dürfen. Und möchte meine Erfahrungen damit hier mit Euch teilen – auch, um besser dran bleiben zu können. Gestern habe ich den Kurs begonnen, es geht dabei darum eine neue Gewohnheit in meinem Leben zu manifestieren um damit auf ein längerfristiges Ziel hin zu arbeiten.

Die ersten Kurseinheiten haben mich dahin geführt mein Ziel zu formulieren und eine neue Gewohnheit zu definieren die mir auf dem Weg dahin helfen wird. Mein längerfristiges Ziel ist es, dass ich allein mit dem Kleinen Wunder in ein bestimmtes Schwimmbad hier in der Nähe zum Schwimmen gehen kann. Es macht mich nämlich traurig und unzufrieden, dass ich keine Ausflüge mit ihr machen kann und dafür immer noch eine 2. erwachsene Person in Begleitung benötige. Sehr gern würde ich mal was mit dem Kleinen Wunder allein unternehmen.

So habe ich das formuliert:

Neue Gewohnheit: Angst aushalten

Ich stelle mich an mindestens 5 Wochentagen einer Angst und gewinne damit innere Stärke

Die Aktion darf unterschiedliche Ängste betreffen. Ich plane jeden Abend die Aktion + anschließender Belohnung des nächsten Tages und führe diese dann am folgenden Tag dabei aus. Ich achte dabei darauf, nicht zu vermeiden, mich aber auch nicht zu überfordern. Nach Ausführung der Aktion belohne ich mich.

Als nächstes mache ich mir noch einmal genauer Gedanken, warum ich dieses Ziel erreichen will. Das wird dann mein Leuchtfeuer, dass mich in den nächsten Wochen durch den Kurs führen soll.